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06. 02. 2012
 
 
Neuerfindung des Sozialstaats Drucken E-Mail
Geschrieben von Admin   
09. 12. 2005

Erstes sozialpolitisches Forum in Husum

Am 25. Oktober 2005 fand im Husumer Handwerkerhaus das erste sozialpolitische Forum statt, das vom WASG-Kreisverband Nordfriesland organisiert wurde. Mitveranstalter waren die Linkspartei, die Ortsgruppe Husum des Sozialverbands Deutschland, der alleine in Schleswig-Holstein an die 90.000 Mitglieder hat, der Verein „Land in Sicht e.V.“, der im Auftrag des Kreises Menschen mit psyschicher und/oder Suchterkrankung betreut sowie der Verein HEMPELs e.V., der das gleichnamige Straßenmagazin herausgibt und mit einer Auflage von ca. 15.000 Exemplaren in weiten Teilen Schleswig-Holsteins vertreibt. Und das Forum wurde zu einem vollen Erfolg, sehr zur Zufriedenheit der Veranstalter.

Sind wir Zeugen der Dekonstruktion, möglicherweise auch der Zerstörung des Wohlfahrtsstaates? „Ja“, meinte der Referent Richard Detje, Geschäftsführer von WISSENTransfer, Redakteur der Zeitschrift Sozialismus und Mitarbeiter des VSA-Verlages. Der Wohlfahrtsstaat ist ein politisches Produkt, das seine Hochphase in den frühen 1970er Jahren hatte und in der Nachkriegszeit Antworten auf zwei historische Ereignisse geben sollte: Auf die katastrophalen Folgen der Weltwirtschaftskrise nach 1929 und auf den Faschismus. Die Lehren, die aus diesen Ereignissen gezogen wurden, lauteten erstens: Es bedarf einer aktiven Politik der Wirtschaftssteuerung, der Stimulierung von öffentlichen Investitionen und privater Nachfrage, damit sich Fehlfunktionen des Marktes nicht in Krisen und Massenarbeitslosigkeit entladen. Und zweitens: Eine demokratische Gesellschaft ist nur dann überlebensfähig, wenn die Herstellung von sozialer Gerechtigkeit als Aufgabe der Politik angesehen wird.
>> WASG Schleswig-Holstein

 
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